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Richard Borek soll Ehrenbürger werden

Braunschweig, 12. Juni 2019 Stadt Braunschweig, Referat Kommunikation

Richard Borek soll Braunschweiger Ehrenbürger werden. (© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet)
Richard Borek soll Braunschweiger Ehrenbürger werden.
(© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet)

Richard Borek soll in Würdigung seiner besonderen Verdienste um die Stadt Braunschweig das Ehrenbürgerrecht verliehen werden. Das schlägt Oberbürgermeister Ulrich Markurth dem Rat der Stadt vor.

„Richard Borek hat sich in den vergangenen Jahrzehnten durch zahlreiche außergewöhnliche Initiativen in vielen Bereichen des städtischen Lebens eingebracht und dabei nachhaltig zum Wohl der Stadt Braunschweig gewirkt“, erklärt OB Ulrich Markurth. „Immer wieder hat er Impulse gegeben, Finanzierungen ermöglicht oder sich mit großem Engagement für die Umsetzung von Projekten nachhaltig eingesetzt.“

Unter seiner Leitung entwickelte sich das von seinem Großvater im Jahr 1893 gegründete Versandhaus für Philatelie und Numismatik zu einem weltweit führenden Familienunternehmen. Ab 1970 baute Borek die Münzhandelsgesellschaft mbH Deutsche Münze (MDM) auf. Braunschweig wurde für viele Sammler und Händler aus Deutschland und weit darüber hinaus zu einem Begriff.

Im Jahr 1981 wurde die Richard Borek Stiftung ins Leben gerufen. Sie hat sich die „Unterstützung bei Maßnahmen zur Erweiterung der kulturellen Bedeutung der Region Braunschweig“ zum Ziel gesetzt. Richard Borek übernahm die Leitung der Stiftung von seinem Vater. Die Stiftung war und ist nach wie vor an einer Vielzahl von sozialen, kulturellen und städtebaulichen Projekten beteiligt. „Was Richard Borek bei seinen Aktivitäten antreibt, gibt eindrucksvoll das nachstehende Zitat aus dem Vorwort des Buches zum 30. Geburtstag der Stiftung wieder“, hebt Oberbürgermeister Ulrich Markurth hervor. Dort heißt es:

„Meine Frau und ich sehen uns nicht als Mäzene oder Sponsoren, sondern als Braunschweiger Bürger, die ihre Möglichkeiten und Fähigkeiten nutzen, um kulturelle und soziale Vorhaben anzustoßen und zu unterstützen, um damit dankbar ein wenig von dem weiterzugeben, was wir in unserem Leben in großem Maße empfangen haben.“ Nachstehend einige Projekte aus den vergangenen Jahren, die exemplarisch verdeutlichen, in welche unterschiedlichen Bereiche sich Richard Borek eingebracht und um die Stadt Braunschweig verdient gemacht hat:

Die Richard Borek Stiftung unterstützte über einen langen Zeitraum hinweg die Schulsozialarbeit an Grund- und Hauptschulen in Braunschweig. Erreicht werden sollte hier unter anderem die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bei Problemen in der Schule oder die Hilfe beim Übergang von der Schule in den Beruf.

Im Jahr 2007 wurde das Hospiz am Hohen Tore eröffnet. Die Richard Borek Stiftung erwarb hierfür das Grundstück und finanzierte den Neubau. Zwölf Bewohnerinnen und Bewohnern wird hier seitdem die Möglichkeit gegeben, die letzte Lebensphase selbstbestimmt und in Würde zu verbringen. Sie profitieren von einem funktionierenden Zusammenwirken zwischen ambulanten Diensten, stationären Einrichtungen und Ärzten.

Das Engagement im sozialen Bereich setzt sich fort, indem die Richard Borek Stiftung als einer von drei gemeinnützigen Braunschweiger Trägern bei der Erschließung des lange Zeit nicht genutzten Quartiers St. Leonhard auftritt. Generationenübergreifend sollen hier einmal behinderte und nicht behinderte Menschen wohnen, leben und arbeiten. Dieses Projekt wird damit zu einem Leuchtturm moderner inklusiver Stadtteilentwicklung über die Stadtgrenzen hinaus.

Schon seit vielen Jahren werden zwischen der Richard Borek Stiftung und der Stadt Braunschweig verschiedene Vereinbarungen getroffen, die die finanzielle Förderung von Maßnahmen an denkmalgeschützten Bauten, von denkmalpflegerischen Projekten sowie von natur- und grünflächenbezogenen Projekten zum Inhalt haben. Dank der Unterstützung ist es u. a. gelungen, zahlreiche historische Grünanlagen und Friedhöfe in Braunschweig zu sanieren und ihnen ihren ursprünglichen Charakter zumindest teilweise wiederzugeben. Die Stadt Braunschweig und ihr Erscheinungsbild profitieren in besonderem Maße hiervon.

Zudem ist es das besondere Verdienst Richard Boreks, dass er bereit ist, die Landesmuseen bei dem Erwerb von Sammlungsbestandteilen finanziell zu unterstützen, Ankäufe zu tätigen oder Dauerleihgaben zu machen. Im Engagement für die Landesmuseen dokumentiert sich der Wunsch, auch die Landesgeschichte im Blick zu behalten und damit die Rolle und die Bedeutung der Stadt Braunschweig.

In diesem Kontext hat sich die Richard Borek Stiftung maßgeblich in den Wiederaufbau des Residenzschlosses und die Einrichtung des Schlossmuseums eingebracht, zum Abschluss die rekonstruierte Quadriga auf dem Dach finanziert und der Stadt geschenkt.

Der Vorschlag des Oberbürgermeisters wird am 18. Juni im Verwaltungsausschuss vorberaten. Die Entscheidung trifft der Rat am 25. Juni.

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